DIE SCHLOßMAUER IM EHEMALIGEN SCHLOßPARK
Die Schloßgartenmauer

umgab einst den barocken Schloßgarten des Residenzschlosses der Markgrafen von Brandenburg zu Schwedt/Wildenbruch, einer direkten Nebenlinie des Preußischen Königshauses. Eine Mauer ist nun nicht gerade von so großer Bedeutung, daß man sich derer widmen müßte, aber die historischen Zeugnisse sind in unserer Stadt nur noch in geringer Zahl vorhanden und werden dann auch noch durch diverse verantwortliche Personen verklärt. Daher sah ich mich veranlaßt, diesen Beitrag zu verfassen.
Nach Böer wurde mit dem Bau der Schloßgartenmauer um 1680 begonnen. Sie umgab das Schwedter Schloß auf 3 Seiten im Norden, Osten und Süden und war etwa mannshoch. Am Nord- und Südende der östlichen Mauer, die „der Abgrenzung zum Fluß und zum Schutz des Schloßgartens vor Wassereinbrüchen“ (2) diente, waren 2 Bastionen errichtet worden, die keine Festungsaufgaben übernehmen sollten, sondern nur repräsentativen Charakter ausstrahlten. Wegen der angleichenden Optik wurde die Mauer verputzt und gekalkt (1).


Abbildung 1: Luftaufnahme von Norden: als weißes Band zieht sich die Mauer um den Schloßgarten.


Die Nordmauer Die Nordmauer ging in die neue Stadtmauer (ab 1736) über (3), kann aber nicht 4 m hoch (3) wie diese gewesen sein. Das war auch nicht notwendig, da sich vor ihr direkt der Stadtgraben mit Verbindun...

Die Ostmauer Die Ostmauer stellt das längste Teilstück in der gesamten Schloßgartenmauer dar und verlief in Flußrichtung von der südlichen zur nördlichen Bastion ca. 273 m (inkl. Bastionen, ausgemessen mit Goog...

Die Südmauer Die Südmauer verlief einst von der südlichen Bastion bis zur ehemaligen Schloßstraße/ heute Parkplatz für die Uckermärkischen Bühnen Schwedt. Von diesem Teilstück der Schloßgartenmauer gibt es nur ...

Zusatzmaterial Hier finden Sie Zusätzliches Bildmaterial mit einigen Erläuterungen.


Weiterführenden Angaben

Die Begriffe Nord-, Ost-, Südmauer sind keine offiziellen Betitelungen. Sie wurden nur von mir der Einfachheit halber verwendet. Ich versichere, daß ich den hier niedergeschriebenen Inhalt gründlich recherchiert und meine eigenen Erinnerung durch mehrfaches Nachfragen in meinem privaten Umfeld kontrolliert habe. Für Hinweise zur Aktualisierung bin ich dankbar. Wenden Sie sich dazu über die Homepage www.heimatland-um.de an mich.

Quellenangaben:

(1) Böer – Das ehemalige Schloß in Schwedt/Oder und seine Umgebung – 1979
(2) Berndt/Winarsky – Der ehemalige Schwedter Schloßgarten – 2005
(3) Bethmann – Die Schwedter Stadtmauer, ihre Tore und sonstigen Befestigungswerke (in Schwedter Jahresblätter Heft 3) – 1982
(4) Tattermusch – Kontrolle über Zoll und Soldaten / Schwedter Jahreshefte Nr. 2
(5) eigene Erinnerungen

Bilder:

(1) Luftaufnahme der Stadt Schwedt vor der Zerstörung 1945 Repro: D. Sill
(2) nördliche Schloßgartenmauer am 20.08.2012 D. Sill
(3) Details aus der Schloßgartenmauer an der Nordbastion vom 20.08.2012 D. Sill
(4) Geländestruktur an der östlichen Schloßgartenmauer am 20.08.2012 D. Sill
(5) Luftaufnahme des Schloßes vor der Zerstörung 1945 Repro: D. Sill
(6) Schloßgartenmauer an der Südbastion mit Tor und Treppe ca. 1971 Ch. Sill
(7) Schloß mit Schloßgartenmauer ca. 1961 Ch. Sill
(8) neue Schloßgartenmauer am 20.08.2012 D. Sill
(9) Reste der Schloßgartenmauer mit Detail ca. 1970 CH. Sill
(10) Tor in der Schloßgartenmauer an der Südbastion ca. 1971 Ch. Sill
(11) Laubengang im Schloßgarten vor 1945 Repro: D. Sill
(12) Südbastion ca. 1972/73 Ch. Sill
(13) Laubengang mit Blick zum Tor vor 1945 Stadtmuseum Schwedt aus (2)

Ergänzendes Material:

(1) Kurzvideo vom Schloß mit Schloßmauer
(2) Zusatzmaterial
(3) Download der Ausarbeitung als PDF [2.507 KB]


Die Nordmauer